Markus Hochuli

Der Gitarrist Markus Hochuli studierte klassische Gitarre in Winterthur (Christoph Jäggin) und Karlsruhe (Prof. Wilhelm Bruck).
Sein Zugang zur Musik ist gleichermaßen geprägt von intensiver Auseinandersetzung mit der Tradition, zum Beispiel mit der historischen Aufführungspraxis, aber auch von einer ungebremsten Experimentierlust, die sich in der Zusammenarbeit mit vielen Komponisten, sowie auch in der Improvisation äussert. Auf dem Gebiet der zeitgenössischen Musik machte er mit zahlreichen Ur- und Erstaufführungen auf sich aufmerksam, unter anderem mit Werken von Klaus Huber, Younghi Pagh-Paan, Johannes Schöllhorn, Myriam Marbe, Ivan Wyschnegradsky, Fritz Voegelin und Bettina Skzypczak.
Weitere Anregungen erhielt er von den Komponisten Dieter Schnebel, Fred Frith, Jürg Wyttenbach und Toshio Hosokawa. Dabei scheut er sich nicht, auch Instrumente wie elektrische Gitarre, Balalaika, Banjo zu verwenden oder sein Instrument nach den Bedürfnissen der Komponisten zu präparieren.
Seine Liebe zur alten Musik und zur historischen Aufführungspraxis führte ihn zur Beschäftigung mit der Theorbe, einer barocken Basslaute und der Kunst des Generalbassspiels.
Markus Hochuli tritt solistisch und als Kammermusiker in zahlreichen Ensembles, sowie als Zuzüger mehrerer Orchester auf. Seine Konzerttätigkeit führte ihn nach Italien, Frankreich, Deutschland und Dänemark. Im August 2000 erschienen seine erste CD „MARSYAS“ beim deutschen Label „en avant records „ (im Duo mit Matthias Arter, Oboe und Barockoboe). Er unterrichtet am Konservatorium Zürich und wurde 2001 für seine künstlerischen Leistungen vom Aargauer Kuratorium mit einem Beitrag an das künstlerische Schaffen geehrt.
